Der schwerste Abschied in meinem Leben...

 

Stern Tristan

 

 

Ich glaube diesen Tag werde ich nie wieder in meinem Leben vergessen, noch wird es je einen grausameren Tag in meinem Leben geben.

Am besten fange ich mit dem Tag an wo sein Ende beginnen sollte. Es war ein Montag, an dem wir das erstemal mit dem Pflegedienst direkt in die Arztpraxis gefahren sind. Endlich ein Stück Freiheit. Ich fahre mit meinem Kind zum Arzt, fast so als wäre es ein normales Kind gewesen. Die Portnadel sollte gewechselt werden, Blutentnahme und eine Impfung. Als die Ärztin rein kam, bin ich mit Pascal raus gegangen, ich wollte nicht das Tristan ein Schmerz mit meiner Stimme in Verbindung bringt. Viele denken jetzt vielleicht: "Wie die Mutter geht raus und läßt ihr Kind dort im Stich." Wäre ich geblieben, hätte die Ärztin echte Schwierigkeiten gehabt etwas zu machen. Zu sehr war ich vorbelastet.

Die Fenster der Praxis waren geschlossen. Trotz das Pascal und ich bestimmt 10 Schritte entfernt waren, hörte ich meinen Tristan schreien. Ich war schon wieder am Ende und völlig fertig. Es hat über eine Stunde gedauert bis sie fertig waren. Als ich rein kam war Tristan völligst erschöpft. Ich habe ihn solange im Arm gekuschelt und mit ihm gesprochen bis er eingeschlafen ist. Meine Gedanken waren jedoch: "Oh mein Gott, und das jetzt jede Woche? Das halte ich nicht aus." Mir hat es das Herz zerrissen. Zu Hause angekommen hat Tristan fast nur noch geschlafen. In der Nacht hat er alle 10 Min. nach seinen Schnuller verlangt.

Dienstag morgen merkte ich das Tristan Fieber hat. Fast 40 °C... Sofort rief ich bei seiner Kinderärztin an. Sie meinte, so wie ich auch dachte, es sein eine Reaktion auf die Impfung. Aber dennoch wollte sie Nachmittags kommen. Sie sagte das seine Blutwerte in Ordnung seinen. Ich war so glücklich und stolz das ich auch ohne Magensonde alles mit den Medikamenten richtig gemacht habe. Aber das Fieber blieb trotz Zäpfchen. Am Nachmittag kam die Ärztin und hatte auch schon eine Einweisung für das Krankenhaus dabei. Doch nach der Untersuchung schien alles ok zu sein und wir konnten zu Hause bleiben. Sie wollte am nächsten Tag nochmal nach ihm schauen. In der Nacht war Tristan ungewöhnlich ruhig. Der Pflegedienst und ich dachten es käme vom Fieber, denn auch wir sind mit Fieber einfach nur platt.

Mittwoch ging das Fieber endlich mal runter und ich dachte, super jetzt geht es Bergauf. Aber es kam alles anders an diesem Tag. Die Ärztin kam nicht, sondern rief mich an. Wir vereinbarten das ich am nächsten Tag zu ihr in die Praxis komme um Blut abzunehmen, wenn ich Pascal in die Schule gebracht habe. Die Nächte davor habe ich nie mehr als 2 Stunden geschlafen und das nicht mal am Stück. So nahm ich mir Tristan am Nachmittag und legte mich mit ihm auf mein Bett, wir haben gekuschelt und zusammen über eine Stunde geschlafen. Das war das erstemal, wo es endlich mal die Zeit zugelassen hat, das ich so mit ihm kuscheln konnte, ich wußte nicht das es das "einzigste" mal so sein würde. Wenn ich das hier so schreibe, laufen mir wieder die Tränen...Der Pflegedienst kam und meinte: "Er ist echt schwer am kämpfen." Toll habe ich gedacht, das hilft ihm jetzt auch nicht. Warum auch immer, ich weiß es nicht mehr, habe ich zum allerersten mal an diesem abend nicht den Bericht der Pflegedienstes gelesen. "Hätte ich mal!" In dieser Nacht habe ich fast gar nicht geschlafen....

 
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Lieben Dank

 

 

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